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Pressemitteilung vom 
VSR-Gewässerschutz e.V.
Egmondstr.5, 47608 Geldern
Tel. 02831 9763343 und Handy 0170 3856076
www.VSR-Gewässerschutz.de
www.facebook.com/VSRGewaesserschutz/

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Nitratkarte, in der die Ergebnisse unserer Brunnenwasseruntersuchungen von 2013 bis 2017 dargestellt sind, ist soeben fertig geworden. Im Hinblick auf die noch ausstehende Abstimmung der Stoffstrombilanz am 24.November, die für den Verbleib der Gülle aus Massentierhaltungen eine wichtige Bedeutung hat, appellieren wir an die Minister der Bundesländer in Sinne des Gewässerschutzes zu entscheiden. Die beiliegenden Fotos stehen Ihnen zur freien Verfügung. Die beigefügte Nitratkarte darf auch in Ausschnitten veröffentlicht werden. Für Rückfragen erreichen Sie mich unter 0170 3856076. Weitergehende Informationen zu unseren Messwerten erhalten sie unter http://www.vsr-gewässerschutz.de/projekte/projekt- nitratbelastung/grundwassermesswerte/ VSR-Gewässerschutz veröffentlicht seine Grundwassermesswerte in einer Nitratkarte: Durch die Landwirtschaft verschwinden zu viele Nährstoffe im Untergrund Der VSR-Gewässerschutz ruft mit seiner neuen Nitratkarte alle Agrar- und Umweltminister der Bundesländer dazu auf, endlich dafür zu sorgen, dass den nächsten Generationen unbelastetes Brunnenwasser zum Planschen und Gießen zur Verfügung steht. Am 24. November wird es eine entsprechende Sitzung des Bundesrates geben. Die Messwerte der letzten fünf Jahre verdeutlichen, dass die Politiker bisher viel zu wenig unternommen haben, um die Nitratkonzentrationen im Grundwasser zu senken. Die Umweltschützer stellten bei ihren Messungen deutschlandweit in jeder fünften Brunnenprobe mehr als 50 Milligramm pro Liter Nitrat fest. "Es besteht die Gefahr, dass bei der Gülleausbringung auch in Zukunft große Nährstoffmengen verloren gehen und im Grundwasser als Nitrat verschwinden." so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR- Gewässerschutz. In diesem Jahr wurden nun endlich die Düngeverordnung und das Düngegesetz novelliert. Es fehlt aber immer noch die Stoffstrombilanz, die ab Januar 2018 für Betriebe mit Gülle gelten soll. Massentierhaltungen führen dazu, dass viel zu viel Gülle produziert wird und letztendlich auf den Feldern landet. Die Ausbringung orientiert sich häufig nicht am Nährstoffbedarf der Pflanzen, sondern an der Notwendigkeit, die Güllelager zu leeren. Bisher lässt sich der Verbleib der Gülle schlecht kontrollieren, weil nicht klar ist, wieviel davon in den Betrieben überhaupt anfällt. Hier sind die Politiker gefordert, Maßnahmen zu verankern, damit der Stickstoff aus der Gülle als Nährstoff bei den Pflanzen landet und nicht in der Umwelt. Eben solche Maßnahmen können die Minister der Länder am 24. November im Bundesrat beschließen. Im Vorfeld drängte dessen Agrarausschuss jedoch darauf, die Nährstoffverluste in die Umwelt übergangsweise zu tolerieren. Es stellt jedoch einen gravierenden Unterschied dar, ob die erlaubte Düngergabe auf den Feldern dem entspricht, was die Pflanzen laut Düngeverordnung benötigen, oder ob bis zu 50 % mehr Nährstoffe erlaubt sind, die dann in die Umwelt verschwinden. "Wir sind schockiert. Agrarpolitiker gewichten die wirtschaftlich orientierten Interessen der Agrarlobbyisten, welche die Hälfte der Stickstoffmenge im Untergrund verschwinden lassen wollen, wieder höher als die Meinung der Wissenschaftler. Diese fordern keinen Abzug in der Bilanz für in die Umwelt gelangenden Stickstoffe." so Susanne Bareiß-Gülzow. Die hohen Verluste, die man bei der Gülleausbringung zugestehen möchte, entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik. Viele Landwirte können bereits heute effizienter mit Gülle düngen. Sie haben eine bodennahe Ausbringungsmethode, düngen nur dann, wenn die Pflanzen die Nährstoffe auch benötigen, und kennen die genauen Stickstoffgehalte ihrer Gülle. Für diese Landwirte war es an der Zeit, in neue Techniken und Methoden zu investieren. Sie wollen das Grundwasser nicht mit Nitraten belasten und wussten schon vor Jahren, dass mit der neuen Düngeverordnung strengere Vorschriften auf sie zu kommen. Dementsprechend versuchen sie auch, die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass Gülle zukünftig keine Umweltbelastung darstellen muss. Einige Politiker haben das Potential der neuen Techniken jedoch absurderweise noch nicht erkannt. Damit werden die Bemühungen dieser Landwirte für den Umweltschutz zunichtegemacht. Der VSR-Gewässerschutz lehnt es ab, wertvolle Zeit zu vergeuden und alte, gewässerbelastende Praktiken in der Landwirtschaft weiter zu unterstützen. Die alarmierenden Daten auf der Karte des Vereins sollten für den Bundesrat Grund genug sein, den Forderungen der Agrarlobbyisten nicht nachzugeben und sich für eine Verordnung im Sinne der Umwelt zu entscheiden.

Geldern, 17. November 2017

Dipl.-Phys. Harald Gülzow

Pressesprecher 

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