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Notizen aus der Gemeindebibliothek Neupetershain

Heute stelle ich Ihnen Dorothea Renata Budniok vor, die am 5. März 1919 (100. Geburtstag) in Dresden geboren wurde, ihre Kindheit in Neupetershain verbrachte und ab 1972 bis zu ihrem Tode am 10. September 1989 wieder in Neupetershain in der Altdöberner Straße wohnte. Versteckt hinter Hecken kann man ihr Grab hier auf dem Friedhof finden.

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Die Ärztin, Dolmetscherin, Lektorin und Übersetzerin war schließlich als freischaffende Schriftstellerin tätig.

In ihrem Kriminalroman „Aber die Steine schweigen nicht …“ (1980), in dem es um zwei Morde in einem kleinen Ort an der südbretonischen Küste geht, verwendet die Schriftstellerin auch Impressionen aus Neupetershain, die man als Ortskundiger mühelos erkennt. Hier zwei Textbeispiele: „ … Gegenüber vom Bahnhof befand sich Charlies Gasthaus, ein hufeisenförmig angelegter Bau mit einer Terrasse und einem säulentragenden Altan. Der nach der Straße zu offene Komplex umfasste einen mit alten Linden bestandenen Vorplatz, auf dem im Sommer die Gäste verweilten. … “ (Seite 6, Ausgabe Mitteldeutscher Verlag)

„ … Sie bogen in eine mit hohen Eichen umsäumte Chaussee ein, an der eine Villa im Schweizer Stil auffiel. … “ (ebenda)

Die Gemeindebibliothek besitzt von diesem Roman auch einen Durchschlag des Originalmanuskripts der Schriftstellerin, natürlich mit der Schreibmaschine getippt.

PICT7925 1 Ihr historischer Roman „Verschwörung am Vesuv“ (1970) schildert in farbigen Bildern die Kämpfe des aufstrebenden Bürgertums im Neapel des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Der Kaufmannssohn Gennaro Buccoli stellt sich an die Spitze der Verschwörer …

Das Jugendbuch „Verschollen auf der Langusteninsel“ (1971) ist seinerzeit in der Reihe „Spannend erzählt“ des Verlages Neues Leben Berlin erschienen. Die abenteuerliche Geschichte des bretonischen Fischers Louis Herlédan beginnt 1927 mit seiner Überfahrt zur unbewohnten Kerguelen-Insel Saint Paul im südlichen Indischen Ozean, wo er zusammen mit einigen Landsleuten in der „Compagnie des Langoustes Francaises“ seinen Lebensunterhalt verdienen will. Er kann nicht ahnen, dass der Aufenthalt auf der Insel zur schrecklichsten Zeit seines Lebens werden soll …

In der Nr. 16 der „Neupetershainer Blätter“ von J. Schneider kann man Weiteres über Dorothea Renata Budniok erlesen (z. B. mittwochs von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Gemeindebibliothek).

Wenn Sie weitere Bücher von ihr besitzen, z. B. „Aufstand in Sizilien“ (1979), „Das Mädchen von Perpignon“ (1973), „Entscheidung in Rom“, „Mord an der Hochzeitstafel“, und diese der Gemeindebibliothek zur Verfügung stellen wollen (Leihgabe, Geschenk), sind wir sehr gern bereit, diese in den Bestand zur Ausleihe aufzunehmen.

Jürgen Pufe, 26.04.2019

 

Notizen aus der Gemeindebibliothek Neupetershain

Mit den folgenden Notizen aus der Gemeindebibliothek will ich erneut Ihre Neugier auf Bücher und die Lust am Lesen entfachen. Während es im letzten Artikel um Bücher des Verlages Das Beste ging, will ich zunächst daran erinnern, dass Neuzugänge an Büchern in der Bibliothek vorn auf dem Tisch präsentiert werden.

 Dort finden Sie zum Beispiel die beiden Bestseller von Michael Wolf und James Comey über den US-amerikanischen Präsidenten Trump. Oder wer es lieber romantisch mag, kann sich an die Romane der erfolgreichen Autorin Catherine Cookson halten.

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 Sollten Sie zu den Eltern gehören, die das Eine oder Andere über die auch bedenklichen Seiten Ihrer digitalen Welt und der Ihrer Kinder wissen wollen, empfehle ich das Buch „Digitale Demenz“ von Manfred Spitzer.

 Nun noch ein ganz anderes Thema: Die vielen Berichte über die Festvorbereitungen zum 200. Geburtsjahr des Schriftsteller Theodor Fontane im Jahr 2019 brachten mich auf den Gedanken, mal nach Autorinnen und Autoren zu suchen, die im Jahre 2018 aus Anlass ihres 100., 150. oder 200. Geburts- oder Todesjahres hätten gefeiert werden können. Ich habe 52 solcher Jubilare gefunden, die sich natürlich nicht alle in unserer bescheidenen Gemeindebibliothek wiederfinden. Aber diejenigen der Jubilare, die mit ihren Werken auch in unseren Regalen stehen, will ich Ihnen kurz vorstellen:

James Aldridge, * 10.07.1918 in White Hills, Australien, † 20.02.2015 in London, verwendet in seinen Romanen und Erzählungen seine Erfahrungen als Kriegsreporter, „Ein Pony für zwei“, „Der unberührbare Julian“

Fred Bodsworth, * 11.10.1918 in Port Burwell, Ontario, † 15.09.2012 in Toronto, kanadischer Schriftsteller, Journalist und Amateurnaturforscher, viele seiner Bücher enthalten Tiergeschichten, „Der letzte Eskimobrachvogel“

Eduard Graf von Keyserling, * 02.05.1855 in Tels-Paddern, Kurland, † 28.09.1918 in München, deutscher Schriftsteller und Dramatiker des Impressionismus, „Schwüle Tage“

Hildegard Maria Rauchfuß, * 22.02.1918 in Breslau, † 28.05.2000 in Leipzig, deutsche Schriftstellerin, „Mit dem linken Fuß zuerst“, „Schlußstrich“, „War ich zu taktlos, Felix ?“

Upton Beall Sinclair, * 20.09.1878 in Baltimore, Maryland, † 25.11.1968 in Bound Brock, New Jersey, US-amerikanischer Schriftsteller (fast 100 Bücher), „Öl !“

Adalbert Stifter, *23.10.1805 in Oberplan, Böhmen, †28.01.1868 in Linz, österreichischer Schriftsteller, Maler und Pädagoge, gehört zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier, „Stifters Werke in vier Bänden“, Band 1, 2, 3 und 4

Johannes Tralow, *02.08.1882 in Lübeck, †27.02.1968 in Ost-Berlin, deutscher Romancier, Erzähler, Dramatiker und Publizist, „Malachatun“, „König Neuhoff“

Iwan Sergejewitsch Turgenjew, * 09.11.1818 in Orjol, Russland, † 03.09.1883 in Bougival, Frankreich, bedeutender russischer Schriftsteller, „Erste Liebe“, „Frühlingsfluten“, „Väter und Söhne“

Arnold Zweig, * 10.11.1887 in Glogau, Schlesien, † 26.11.1968 in Ost-Berlin, deutscher Schriftsteller, „Die Feuerpause“, „Die Zeit ist reif“, „Einsetzung eines Königs“, „Junge Frau von 1914“, „Erziehung vor Verdun“, „Fahrt zum Acheron“

[Anmerkung: Zum Teil findet man zu den Daten abweichende Angaben; die mit „ “ gekennzeichneten Bücher kann man bei uns ausleihen.]

Also, mal wieder ein Buch lesen. Wir haben für Sie immer mittwochs von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr in der Schulstraße (ehem. Schule) geöffnet. Die Ausleihe ist für alle Altersgruppen kostenfrei.

Jürgen Pufe

25.09.2018

Weitere Notizen aus der Gemeindebibliothek Neupetershain

                „1859 besucht der Brandenburger Schriftsteller und Journalist Theodor Fontane

                den Spreewald. Fasziniert beschreibt er in seinen Artikeln und Büchern das

                Füllhorn an Möglichkeiten, das der Spreewald einem Reisenden bietet. Anlässlich

                seines 200. Geburtstages am 30. Dezember 2019 würdigen die Brandenburger

                allerorten ihren berühmten Autor mit einem Themenjahr.“

               [ Zitat aus „hermann“, Ausgabe 09/2018, Seite 21 ]

Und was kann die Gemeindebibliothek zum Festjahr „fontane 200“ beitragen ?

Sie kann Literatur von Theodor Fontane anbieten und dazu auffordern, das eine oder andere Werk, welches die Bibliothek in ihrem Bestand hat, auszuleihen und zu lesen. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hingewiesen, dass die Anmeldung als Leserin/Leser, egal welchen Alters, und die Ausleihe in der Gemeindebibliothek Neupetershain kostenfrei sind.

In der „Fontane-Abteilung“ findet man das Folgende:

1„Wanderungen durch die MarkBrandenburg" Bd. 1 und 2

- mit warmer Anteilnahme schildert F. die heimatliche Landschaft mit ihren Menschen als auch istorische Persönlichkeiten und Begebenheiten anschaulich und poetisch reizvoll, damit wurde F. als Prosaschriftsteller bekannt

2.Effi Briest“

- der wohl bekannteste Beitrag Fontanes zur Weltliteratur, in diesem Roman wendet er sich mit den künstlerischen Mitteln des kritischen Realismus gegen die verlogene Gesellschaftsmoral der oberen Schichten im ausgehenden 19. Jahrhundert 

3.„Frau Jenny Treibel“ - Roman über die Besitzgier der Parvenüs der Gründerjahre

4.„Wanderungen durch England und Schottland“, Band 2

5.„Jenseits von Havel und Spree“

6.„Jenseit des Tweed“

7.„Unterm Birnbaum“

8.„Cecile“

9.„Schach von Wuthenow“

10."Der Stechlin“

- während die Romanhandlung Dichtung und Wahrheit ist, gibt es den gleichnamigen See mit dem sprichwörtlich klaren Wasser bekanntlich wirklich

11.„Irrungen Wirrungen“

12.„Quitt“

13.„Unwiederbringlich“

14.„Von Rheinsberg bis zum Müggelsee“

Theodor Fontane ( * 30.12.1819 in Neuruppin, † 20.09.1898 in Berlin) gilt als bedeutendster deutscher kritisch-realistischer Romancier, Erzähler, Lyriker, Balladendichter, Kritiker und Journalist des 19. Jahrhunderts. Er gab 1849 seinen Apothekerberuf auf und versuchte, als freischaffender Schriftsteller zu leben. Seine humanistische Grundhaltung war die Basis für deine durchweg kritische Sicht der gesellschaftlichen Umwelt, seine Werke widerspiegeln seine Wirklichkeitstreue und vorurteilsfreie Objektivität. Zitat Schriftstellerlexikon: „Fontane hat dem deutschen Roman wieder weltliterarischen Rang gegeben.“

Ein Höhepunkt des Festjahres „fontane 200“ dürfte die Aufführung der Oper „Effi Briest“ von Siegfried Matthus im Herbst 2019 im Staatstheater Cottbus werden.

Fontane über sich selbst: „Mein Hass gegen alles, was die neue Zeit aufhält, ist in einem beständigen Wachsen, und die Möglichkeit, ja die Wahrscheinlichkeit, dass dem Sieg des Neuen eine furchtbare Schlacht vorangehen muss, kann mich nicht abhalten, den Sieg des Neuen zu wünschen.“

Jürgen Pufe, 21.01.2019

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